Wie richtiges Aufräumen dein Leben verändert – das Selbstexperiment Teil 3: Tipps

5 Tipps um dein Ausmistfest mit Leichtigkeit zu überstehen

Ich hab’s geschafft! Meine Wohnung ist aufgeräumt und ausgemistet. Und ich könnte nicht glücklicher damit sein. Es war eine anstrengende Woche voller Schweiß und Tränen, aber endlich ist meine Wohnung ein wunderschönes Zuhause, in dem ich mich wohlfühlen kann und wo ich mich so richtig ausbreiten kann. Ich bin so glücklich, endlich ausgemistet zu haben. Gleichzeitig bin ich aber so erledigt und würde am liebsten drei Tage lang durchschlafen. Weil das Ganze jetzt für mich so anstrengend war (sowohl körperlich als auch geistig und emotional) und ich dir diese Anstrengung ersparen möchte, hier meine Tipps, wie du dein Aufräumfest mit Leichtigkeit hinter dich bringst und in kürzester Zeit ein Zuhause hast, in dem du dich voll und ganz wohlfühlst.

Wie richtiges Aufräumen und Ausmisten dein Leben verändert - Tipps und Tricks für dein Ausmistfest - der Weg zu deinem perfekten Zuhause #perksofbeingastudent

Falls du jetzt erst zu meiner Beitragsreihe zum Thema Ausmisten und Aufräumen stößt, dann kannst du dir hier Teil 1 und Teil 2 noch schnell anschauen.

1)      Plane einen beschränkten Zeitraum fürs Ausmisten ein

Für mich selbst war es die beste Lösung, einfach nicht mehr zu warten und mein Aufräumfest innerhalb kürzester Zeit abzuhaken. Ich habe mir eine Woche Zeit genommen, bin jeden Tag früher aufgestanden und habe den ganzen Tag geputzt und zusammengeräumt und ausgemistet und wieder geputzt (weil man beim Ausmisten selbst ja auch wieder Dreck macht). Und das ging jeden Tag wieder von vorne los. Zeit für meine Freunde, den Blog oder gar zum Lernen hatte ich aber leider nicht wirklich.

Erstelle dir einen Ausmistplan um beim Ausmisten und Aussortieren nicht den Überblick zu verlieren - Ausmisten mit der Konmari MethodeWenn du dir, anders als ich, jedoch keine Woche freischaufeln kannst: kein Problem. Solange du darauf achtest konstant auszumisten, bis du wirklich alle Kategorien durchgearbeitet hast, kannst du dein Ausmistfest auch über mehrere Wochen hinweg feiern.  Eine sehr gute Freundin von mir hat zum Beispiel für sich beschlossen, jeden Tag ein bestimmtes Zeitfenster einzuplanen, in dem sie sich ihrer Wohnung widmet. In diesem Zeitraum kann sie sowohl den alltäglichen Aufgaben wie Staubsaugen nachgehen, als auch im Weiteren den Ausmistprozess starten.  Ich denke, dass das, besonders für diejenigen, die neben dem Ausmisten auch noch einer anderen Arbeit nachgehen müssen und nicht so einfach eine Woche von der Bildfläche verschwinden können, eine sehr gute Lösung ist.

Wenn du es jedoch nicht schaffst, einmal am Tag eine Stunde oder so fürs Ausmisten und Aufräumen einzuplanen, mach dir doch zuerst mal Gedanken, wie viel für dich im Bereich des Möglichen ist, und erstelle dir einen Ausmistplan. Schau dir dazu vielleicht nochmal meine Checkliste durch und erstelle mit ihrer Hilfe einen Zeitplan. Solange du dir ein gewisses Ziel setzt, und konstant weitermachst, kannst du es schaffen dein Aufräumfest mit Leichtigkeit über die Bühne zu bringen. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen hat ihr Ausmisten zum Beispiel auf mehrere Wochen aufgeteilt und ist auch so zu ihrem Traumzuhause gekommen.

2)      Schaffe dir einen neutralen Ort

Bevor ich überhaupt mit dem Ausmistfest beginnen konnte, musste ich zuallererst Platz schaffen. Zuerst richtete ich mir eine Art Kommandobasis ein. Dort habe ich einen Krug mit Wasser hingestellt (um auch nicht darauf zu vergessen, ein bisschen was zu trinken), meine Checkliste hingelegt (den Stift nicht vergessen) und meinen Laptop, um ein bisschen Musik aufzudrehen.

Neben meiner Kommandobasis habe ich Platz gemacht für die Dinge, die gerade bearbeitet werden. Die Dinge, die ich aussortieren möchte und von denen ich herausfinden möchte, ob sie mich glücklich machen.

Abgesehen von einem Sortierplatz brauchst du auch noch einen Müllsammelplatz. Leider war meiner nur allzu oft mitten im Raum am Boden (das würde ich dir nicht raten – besonders, weil ich oft am Ende des Tages nicht dazu gekommen bin, den Müll schon mal wegzubringen und Platz für neuen Müll zu schaffen).

So behältst du einen guten Überblick über deinen Ausmistprozess, siehst deinen Fortschritt (je größer der Müllberg wurde, desto glücklicher wurde auch ich) und schaffst es, das Chaos allmählich in den Griff zu bekommen.

3)      Nur Dinge behalten, die dich wirklich glücklich machen

Das Ziel des Ganzen ist glücklich zu sein. Und glücklich sein, funktioniert nun mal besser, wenn man sich von Dingen umgibt, die einen glücklich machen. Während des Aufräumens war es oft schwierig, mich von bestimmten Dingen zu trennen, obwohl sie mich eigentlich nicht glücklich machen. Bei diesen Dingen habe ich mir dann etwas mehr Zeit genommen, aber schlussendlich ist es die beste Entscheidung, sich von ihnen zu trennen.

Was mache ich, wenn…

…..ich unsicher bin, ob mich ein Gegenstand glücklich macht, und ich mich nicht so ganz von ihm trennen kann?

Wenn du noch unsicher bist, und es einfach nicht übers Herz bringt, dann versuch es doch mit einer Vielleicht-Kiste. Nimm dir eine Kiste her, in der du alles sammelst, das du vielleicht doch noch haben möchtest, damit aber eigentlich nicht so ganz zufrieden bist. Nachdem du alle Kategorien und Räume durchgegangen bist, kannst du dir diese Dinge nochmal anschauen, vielleicht schaffst du es dann, dich davon zu trennen. Wenn nicht, dann wirst du nach deinem Aufräumfest sicher irgendwo den Platz für eine Vielleicht-Kiste finden. In ein paar Monaten kannst du dir die Kiste dann nochmal vornehmen. Dann wirst du genug Abstand gewonnen haben und feststellen, dass du diese Dinge eigentlich nicht vermisst.

….. ich auf Dinge stoße, die mir egal sind?

Weg damit! Wenn dir beim Ausmisten Dinge unterkommen, die du eigentlich nicht unbedingt brauchst, die dich jetzt nicht unglücklich machen, aber auch nicht wirklich glücklich, dann gib sie einfach weg. Spende sie, wenn möglich, dann erfreut sich vielleicht jemand anderes daran. Das Ziel ist es, dich mit Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen, nicht mit Dingen, die dir egal sind.

….. ich etwas eigentlich nicht will, es aber brauche?

Frag dich zuerst mal, ob du das wirklich brauchst. Oft glaubst du nur, dass du diesen Gegenstand brauchst, aber eigentlich tust du es nicht. Oft fällt dir ein, dass du in Situationen, in denen du den Gegenstand benutzen könntest, es doch nicht tust, sondern dir lieber anders Hilfe verschaffst. Vielleicht bringt es dir mehr Freude, diesen Gegenstand durch einen anderen zu ersetzen.

Ein Beispiel: Dir gefällt deine Taschenlampe nicht, aber du brauchst sie unbedingt, wenn es mal zum Stromausfall kommt? Nimm doch beim nächsten Stromausfall dein Handy, das findest du sicher schneller im Dunkeln als deine Taschenlampe. Oder kauf dir eine Taschenlampe, die dir gut gefällt. Wenn du mit dem Bewusstsein, dich nur von Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen, einkaufen gehst, wirst du bestimmt die richtige finden.

Sollte sich ein Gegenstand jedoch wirklich nicht durch etwas Ähnliches ersetzen lassen und du immer noch der Meinung sein, dass du ihn trotzdem brauchst, dann könntest du versuchen, den Gegenstand mal in einem anderen Licht zu betrachten. Denn auch die Tatsache, dass er da ist, wenn du ihn brauchst, kann dich glücklich machen.

4)      Deinem Plan folgen

Ich hatte ja einen Plan. Und dem bin ich auch großteils gefolgt. ABER: Sobald ich auf Widerstand gestoßen bin, habe ich den Plan verworfen.

Kleidung ausmisten und aussortieren - Kleiderstapel; KonMari Ein Beispiel: Ich habe bei der Kleidung angefangen, die Kategorie T-Shirts auszusortieren. Als ich aber gemerkt habe, dass ich es nicht wirklich schaffe ein paar T-Shirts wegzugeben und sich mein Vielleicht-Stapel immer mehr vergrößert hat, bin ich zur nächsten Kategorie übergegangen und zur nächsten und zur nächsten.

Dann war das Chaos auch schon perfekt. Am Ende des Tages stand ich vor dem Problem, das Gefühl zu haben, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben. Ich stand vor einem Berg voller unvollständig sortierter Kategorien und fühlte mich demoralisiert, weil ich keinen Fortschritt gesehen habe.

Ich habe also beschlossen, für den nächsten Tag neue Energie zu tanken und mit meiner Kleidung nochmal von vorne zu beginnen. Als ich dann am nächsten Tag damit angefangen habe, mich einer einzigen Kategorie nach der anderen zu widmen (und auch die Kleidung von meinem Vielleicht-Stapel auszusortieren), ging das Ausmisten wie von selbst. Ich schaffte es innerhalb kürzester Zeit Kategorien abzuhaken und hatte permanent das Gefühl gut voranzukommen.

5)      Erst zum Schluss überlegen, wohin damit

Während meines Ausmistprozesses war ich oftmals frustriert, weil ich mir schon wieder Gedanken gemacht habe, wo jetzt alles hinkommt, das ich aufheben möchte. Generell hatte ich natürlich zwei Möglichkeiten

A) Ich gebe die Gegenstände, die ich behalten möchte, wieder dorthin, wo sie waren.

B) Ich suche einen neuen Platz für sie aus.

Da ich bei einigen Dingen nicht nur ausmisten wollte, sondern diese auch strategisch besser in meiner Wohnung unterbringen wollte (z.B. das angesammelte Dekomaterial an einem Ort und nicht an 40 verschiedenen), war mir klar, dass ich für viele Dinge einen neuen Platz suchen musste. Während des Ausmistens habe ich dann oft schon versucht zu überlegen, wo was am besten hinpasst. Damit wurde ich aber nur von meiner eigentlichen Aufgabe (dem Ausmisten) abgelenkt.

Besser: Eins nach dem anderen.

Konzentriere dich zuerst darauf, alles auszumisten. Um das zu machen, ist es am besten, alle Gegenstände einer von dir gewählten Kategorie zu deinem Ausmistplatz zu bringen und diese auszusortieren. Im Anschluss kannst du alle Dinge, die überbleiben, in neue Kategorien einordnen. So habe ich zum Beispiel alle meine Pinsel, Stifte, Mal- und Bastelunterlagen zusammengelegt und an einem neuen Ort untergebracht. Erst wenn du aussortiert hast, siehst du, wie viel Platz du für wie viele Dinge zur Verfügung hast. Also kannst du eigentlich erst am Ende deines Ausmistfestes den richtigen Platz für deine Gegenstände finden.

Mein Fazit

in einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt - Ordnung in der Wohnung = Ordnung im Leben. Wie Ausmisten dein Leben verändert #perksofbeingastudent

Ich bin so glücklich über meine Entscheidung, das Ausmistfest endlich durchgeführt zu haben. Ich dachte nie, dass es möglich wäre, die Tür zu meinem Abstellraum aufzumachen und pures Glück zu empfinden – es wirkt fast schon abnormal, wie groß mein Grinsen ist, wenn ich sehe, wie meine Konservendosen schön sortiert in dem Regal stehen, und ich ganz genau weiß, wie viel Wein wir noch zu Hause haben 😉 ). Ich kann in mein Home Office (wie’s so schön heißt) gehen und habe Platz, mich auszubreiten, alle Bücher aufzulegen, und meine Notizzettel und was ich sonst noch möchte. Und wenn ich dann genug vom Lernen und Arbeiten habe, brauche ich nicht mal 5 Minuten und alles sieht wieder so aus wie vorher, weil jeder Gegenstand seinen Platz hat, und ich mich nur von Dingen umgebe, die ich gerne habe!

 

Hier nochmal die wichtigsten Tipps in einer Infografik zusammengefasst:

Mit Leichtigkeit ausmisten - 5 Tipps, die dein Leben erleichtern. Ausmisten, Ordnung machen, Aufräumen #perksofbeingastudent

 

Ich wünsch dir viel Spaß bei deinem Aufräumfest.

Alles Liebe,

Irina

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.