Wie richtiges Aufräumen dein Leben verändert – das Selbstexperiment Teil 2: Mein Plan

Mein Plan

Bereits im vorangegangenen Blogbeitrag habe ich ein bisschen über mein Ziel, die Wohnung auszumisten und zu organisieren und so zu einem wunderschönen Zuhause zu machen, geschrieben. Heute möchte ich dir erklären, wie genau mein Plan dafür aussieht.

Wie richtiges Aufräumen und Ausmisten dein Leben verändert - der Ausmistplan - Tipps und Tricks für dein Ausmistfest - der Weg zu deinem perfekten Zuhause #perksofbeingastudent

Um mein Ziel zu erreichen, habe ich mich zuallererst hingesetzt und ein System überlegt, wie das nun am besten funktionieren könnte. Wie bereits erwähnt, entschied ich mich dazu, die Grundidee der KonMari-Methode zu verwirklichen und daher nur Gegenstände zu behalten, die mich glücklich machen und mir Freude bereiten.

Welche Regeln es bei der KonMari-Methode noch gibt, kannst du hier in einem Beitrag von electrofairy nachlesen. Natürlich kann ich auch die beiden Bücher von Marie Kondo wärmstens empfehlen, um ein Gefühl für die ganze Sache zu bekommen (Magic Cleaning 1 und Magic Cleaning 2). Ich persönlich habe mich jedoch dazu entschlossen, einige der „Regeln“ abzuwandeln, um sie auch in der Praxis besser umsetzen zu können.

1.  Alles auf einmal ausmisten

Jeden Tag irgendetwas wegwerfen, das mich unglücklich macht – nein, also da werde ich in drei Jahren ja nicht fertig. Also habe ich mich dazu entschieden, in den Semesterferien dieses Ausmist- und Aufräumexperiment durchzuziehen. Wenn du, anders als ich, nicht so zeitlich flexibel bist, würde ich dir definitiv raten, dein Aufräumfest auf mehrere aufeinanderfolgende Wochenenden aufzuteilen oder auf mehrere Nachmittage, je nach Arbeitszeit, um so trotzdem konstant am Ball zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

2.  In Kategorien aufteilen

Bei der KonMari-Methode teilt man alle Gegenstände, die es in einer Wohnung oder einem Haus gibt, in Kategorien ein: Kleidung, Bücher, Dokumente, Sonstiges und Erinnerungsstücke.

Aus praktischen Gründen werde ich jedoch nicht nur nach diesen Kategorien vorgehen, sondern habe mich dazu entschieden, zusätzlich nach Räumen vorzugehen. In der Praxis ist es einfach nicht machbar, die Kategorie „Sonstiges“ auszusortieren und parallel dazu ein ganz normales Leben zu führen. In diese Kategorie fallen so viele Dinge, die man aus zeittechnischen Gründen nicht innerhalb eines Tages schaffen kann. Um diese Kategorie daher systematisch zu unterteilen, habe ich zusätzlich die Teilbereiche Küche, Bad, Keller und Garten hinzugefügt, um so ein bisschen mehr Flexibilität während des Aufräumfestes zu gewährleisten.

Eine Checkliste für dein Ausmist- und Aufräumfest - der Weg zum perfekten Zuhause #perksofbeingastudentEine vollständige Liste mit allen möglichen Kategorien und Gegenständen kannst du dir gerne hier herunterladen. So hast du eine tolle Übersicht.

3.  Die Aufräumreihenfolge beachten

Bei der KonMari-Methode ist die Reihenfolge der Kategorien, nach denen man ausmisten soll, nicht willkürlich, sondern bewusst ausgewählt. Um das Ausmisten und Loslassen sozusagen ein bisschen üben zu können, fängt man mit der Kategorie an, deren sentimentaler Wert eher niedrig ist. Laut Frau Kondo ist dies die Kategorie Kleidung, gefolgt von Büchern, Dokumenten, Sonstigem und Erinnerungsstücken.

Mir zum Beispiel liegen mir Bücher jedoch sehr wohl am Herzen. Es würde mir daher weitaus schwieriger fallen herauszufinden, welche Bücher mich wirklich glücklich machen und welche ich nur in meinem Regal stehen habe, weil ich sie mal geschenkt bekommen habe, aber eigentlich eh nicht wirklich möchte. Die Kategorie Bücher werde ich daher erst zu einem späteren Zeitpunkt aussortieren.

Mein Tipp daher: Sortiere die Kategorien in einer Reihenfolge beginnend mit Gegenständen, die für dich persönlich einen geringen sentimentalen Wert besitzen, und ende mit Gegenständen, die einer Kategorie angehören, die dir besonders am Herzen liegt. So wird es dir leichter fallen, zu erkennen, welche Dinge dich wirklich glücklich machen.

Ich selbst beginne daher mit Dingen aus der Kategorie „Küchenutensilien“ und werde mich langsam über die Kategorie „Badutensilien“ zu Stiften und Büchern, bis hin zu Fotos und anderen Erinnerungsstücken vorarbeiten.

4.  Alles raus aus der gewohnten Umgebung

Mein Plan ist es also, alle Gegenstände in meiner Wohnung systematisch aus ihren derzeitigen Plätzen zu nehmen und sie woanders auf einen Stapel zu werfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es um einiges einfacher ist, festzustellen, ob mich etwas glücklich macht, wenn ich es außerhalb seiner gewohnten Umgebung betrachten kann.

Meine Socken in der Sockenschublade wirken, als ob sie ihren richtigen Ort gefunden haben, und alle dorthin gehören. Habe ich aber mal alle Socken ins Wohnzimmer gebracht und auf den Boden geworfen, fällt mir plötzlich auf, dass einige davon ein Loch haben, ausgewaschen aussehen, sich rau anfühlen, oder aus sonst irgendeinem anderen Grund einfach keine Freude in mir hervorrufen.

Eine andere Umgebung hilft dabei, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich auf sein Gefühl zu verlassen.

5.   Macht mich dieser Gegenstand glücklich?

Mein Ziel ist es, mich nur mit Dingen zu umgeben, die mich glücklich machen. Denn habe ich eine Umgebung, die mich glücklich macht, so bin auch ich glücklicher – ganz einfach.

Woher weiß ich, ob mich etwas glücklich macht oder nicht?

Bei vielen Dingen wird es einfach für dich sein, sofort zu merken, ob sie dich glücklich machen. Da verspürst du vielleicht so ein warmes Gefühl oder deine Mundwinkel bewegen sich langsam nach oben. Du merkst vielleicht, wie schöne Erinnerungen hervorgerufen werden, oder du einfach nicht aufhören kannst, den Gegenstand anzugreifen oder anzusehen. Dann weißt du, du möchtest ihn behalten.

Ein Beispiel:  Du nimmst ein T-Shirt in die Hand und das Erste, das dir in den Kopf schießt ist, dass du es nur sehr selten trägst. Der nächste Gedanke: „Das hab‘ ich aber von einer Freundin geschenkt bekommen“. Dann wieder: „Eigentlich hab‘ ich das erst einmal angehabt… Aber vielleicht zieh ich es ja doch noch mal an?“. Und da ist sie schon, die Unsicherheit. So schnell passiert es, dass du dir einredest, du musst ein T-Shirt behalten, obwohl es dich eigentlich nicht glücklich macht. Im Endeffekt wirst du es weiterhin irgendwo tief in deinem Schrank vergraben, dort, wo du es nicht siehst, nur damit du bei seinem Anblick nicht daran erinnert wirst, dass du ein schlechtes Gewissen hast, weil du es nie anziehst.

Aber damit ist jetzt Schluss. Anstatt es wieder zusammenzulegen und im Anschluss in die hinterste Ecke deines Schranks zu legen, siehst du es nochmal an, und verabschiedest dich davon für immer. Du bedankst dich dafür, dass es dir viel Freude bereitet hat, als deine Freundin dir das T-Shirt geschenkt hat. Die Freude, die du damals empfunden hast, ist immer noch eine schöne Erinnerung, für die du dankbar bist. Die negativen Gefühle, die du jedoch mit dem Gegenstand selbst verbindest, lässt du los und du trennst dich von ihm, mit Freude.

Mit diesen 5 simplen Schritten möchte ich nun beginnen, meine Wohnung langsam, aber sicher in ein Zuhause umzuwandeln. Wenn du wissen möchtest, wie es mir dabei ergangen ist, diese Schritte umzusetzen, dann kannst du das hier nachlesen: Wie richtiges Aufräumen dein Leben verändert – das Selbstexperiment Teil 3: Tipps und Tricks

Wenn du noch irgendwelche Fragen zu den einzelnen Schritten hast, kannst du mir gerne ein bisschen weiter unten einen Kommentar hinterlassen.

 

Wie Ausmisten und Aufräumen dein Leben verändern - dein Plan für dein perfektes Zuhause #perksofbeingastudent

Ich hoffe, dir kann der Plan dabei helfen, auch deine Wohnung in ein Zuhause umzuwandeln.

Alles Liebe,

Irina

 

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4 Antworten auf „Wie richtiges Aufräumen dein Leben verändert – das Selbstexperiment Teil 2: Mein Plan“

  1. Lieben Dank für die supergeniale Liste!
    Erspart mir vieeeeel Arbeit, die ich nun mit Entrümpeln „verbrauchen“ kann. 😉

    1. Hallo Natalie 🙂

      Freut mich, dass sie dir so gut gefällt und du sie gut gebrauchen kannst!
      Ich wünsche dir super viel Spaß und viel Erfolg beim Entrümpeln. 😉

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