Wie dein Zuhause aufgeräumt bleibt

Nie wieder Chaos in deinem Zuhause

Ausmisten und Aufräumen ist ja gar nicht so schwer. Wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und die eigenen vier Wände mal auf Vordermann bringt, dann sieht es ja für ein paar Tage wunderschön aufgeräumt aus. Aber eine Woche nach dem Aufräumen versinkt man schon wieder im Chaos, oder?

Wie dein Zuhause aufgeräumt bleibt und du einen Chaos-Rückfall vermeiden kannst - aufgeräumt bleiben und organisiert sein, das Leben leicht nehmen #perksofbeingastudent

Vor ca. 2 Monaten habe ich mithilfe einiger Tipps der KonMari-Methode mein Zuhause ausgemistet, aufgeräumt und geordnet. Das war zwar mit viel Zeit- und Kraftaufwand verbunden, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Das Gefühl, nach Hause zu kommen, eine klare Sicht auf den Boden zu haben und nicht 10 Minuten nach einem passenden T-Shirt suchen zu müssen, ist einfach unbezahlbar.

Ein paar Jahre zuvor habe ich bereits einmal mein Zuhause ausgemistet (zumindest teilweise). Also wusste ich, dass die Gefahr besteht, wieder in alte Muster zu verfallen und das Chaos regieren zu lassen. Grund dafür, dass ich trotz Ausmistfest (!) damals schnell wieder in unaufgeräumten Zimmern gelebt habe, war, dass ich das Ausmistfest eben nur teilweise durchgeführt habe. Es ist also wirklich wirklich wirklich wichtig, das Ausmisten in deinem ganzen Zuhause durchzuführen und nicht nur in Teilen deines Hauses. (Ausnahmen sind natürlich Räume oder Gegenstände, die nicht dir gehören, sondern deinem/r PartnerIn oder MitbewohnerIn – die müssen nicht ausgemistet sein, damit dein Aufräumfest als beendet gilt!)

Also – trotz, oder gerade weil, ich schon einmal in alte Muster verfallen bin, sitze ich jetzt hier vor einem wunderschön zusammengeräumten Schreibtisch und rund um mich herum fühlt sich alles toll an. Wie das funktioniert hat, zeige ich dir jetzt.

Einen Chaos-Rückfall vermeiden

Um sicherzugehen, dass mein Zuhause nicht wieder ins Chaos versinkt, habe ich mir im Vorfeld einige Dinge ins Bewusstsein gerufen:

1) Alles hat seinen Platz und kommt auch (≈täglich) wieder dorthin zurück.

Alles hat seinen PlatzDas ist der springende Punkt. Alles hat seinen Platz. Wenn alles seinen Platz hat, dann denkst du nämlich nicht, wo räume ich das jetzt hin, sondern räumst die Dinge automatisch an den richtigen Platz zurück. Das klingt jetzt alles vielleicht ein bisschen zu offensichtlich. ABER: wenn wir uns das mal ganz genau überlegen, dann kommt es in einem Haushalt schon sehr oft vor, dass es einige Dinge gibt, die nicht genau einen Platz haben, sondern eher ab und zu hier liegen und dann wieder da und irgendwann vielleicht auch mal dort. Und damit ist aber Schluss! Alles hat seinen Platz, dann ist Aufräumen in nahezu Lichtgeschwindigkeit erledigt.

2) Ich bin für mein eigenes Glück verantwortlich

Du bist deines eigenen Glückes SchmiedWenn ich mich nach einiger Zeit immer noch in meinem Zuhause wohlfühlen möchte, dann muss ich natürlich auch ein bisschen was dafür tun. Ich muss mir einfach ins Bewusstsein rufen, dass ich auch wirklich am Ende des Tages (oder nach einer bestimmten Tätigkeit) die Dinge wieder dorthin gebe, wo sie hingehören. So viel Arbeit ist es nicht, aber trotzdem muss sie getan werden.

Wenn ich längere Zeit nicht aufräume, dann sieht es natürlich trotzdem ein bisschen aus. Aber, dann muss ich einfach…

3) …cool bleiben

Es ist ok, wenn es ab und zu mal ein bisschen aussieht. Es ist ok, wenn ich mal nicht zum Kücheputzen komme, oder die Kleidung nicht wieder zusammengefaltet in den Kasten gelegt habe.

Das Tolle an dem ganzen Ausmistspaß ist nämlich, dass das Aufräumen plötzlich superschnell geht (solange alles einen Platz hat). Das habe ich zwar schon einmal da oben ↑ gesagt, aber das kann man einfach nicht oft genug sagen.

Also einfach tief durchatmen, den Alarm auf 10 Minuten stellen und alle Dinge auf ihren Platz bringen – voilà, das Zuhause ist wieder perfekt.

Solange ich mir dieser 3 Dinge bewusst bin, schaffe ich es auch, mein Zuhause aufgeräumt zu belassen.

Du hast noch immer Unsicherheiten und findest, dass dein Zuhause einfach nicht geordnet ist? Du weißt nicht so richtig, wie du den richtigen Platz findest? Dann kannst du dich schon mal auf meinen nächsten Beitrag freuen, da werden wir dem Chaos restlos den Garaus machen.

Mich würde wirklich interessieren, wie es dir so mit dem Ausmisten geht. Hast du’s schon mal mit der KonMari-Methode versucht, bzw. meiner Version davon? Hast du vielleicht eine eigene Art, Ordnung zu halten, die super für dich funktioniert? Sag’s mir doch in den Kommentaren.

 

Alles Liebe und viel Erfolg beim Chaos Beherrschen,

Irina

 

PS: Stellst du dir dabei auch immer so einen Thron vor, auf dem du sitzt und das Chaos herumkommandierst? Game of Thrones-style?

 

 

 

4 Antworten auf „Wie dein Zuhause aufgeräumt bleibt“

  1. Hallo Irina,
    das ist ein sehr schöner Titel zu meinem Lieblingsthema. Ich habe vor zwei Jahren schonmal mit der Konmari Methode meinen gesamten Haushalt minimiert. Aber ich hatte immer noch zu viel Kram, von dem ich mich nicht trennen konnte. Jetzt bin ich gerade wieder dabei und ich kann endlich alles gehen lassen, was mich nicht glücklich macht. Das fühlt sich richtig gut an! Allerdings hat immer noch nicht jedes Teil einen Platz. Aber das wird noch. Bin ja erst am Anfang. Wenn auch zum 2. Mal. Aber ich brauchte die Zeit zum Reifen lassen.
    Wie hast Du es eigentlich mit Papierkram gemacht? Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise kann man doch nicht einfach scannen und dann wegwerfen? Nicht in Deutschland. Glaube ich.
    Vielen Dank für Deinen inspirierenden Artikel.

  2. Hallo Blanca,
    freut mich, dass dir der Beitrag so gut gefällt!
    Schön, jemanden zu finden, der ebenso die Konmari-Methode schonmal ausprobiert hat und jetzt in der 2. Runde nochmal so richtig durchstartet. Alles braucht eben seine Zeit, genau wie du sagst.
    Ich muss sagen, ich hatte von Anfang an nicht sonderlich viel Papierkram wie Kontoauszüge und andere finanzielle Dokumente. ABER: In Österreich gibt es Fristen, wie lange man solche Dinge aufheben sollte.
    Für Deutschland habe ich hier eine Seite gefunden, die die gesetzliche Aufbewahrungsfristen sehr genau auflistet: http://aufbewahrungsfristen.org/
    Dort werden Dokumente aufgelistet, die man ein Leben lang behalten soll (Zeugnisse, Geburtsurkunden, Unterlagen für Rentenberechnung [Gehaltsabrechnungen], etc.), Dokumente die für ein paar Jahre oder Monate aufgehoben werden sollten und dann eben der Rest. Wichtig ist aber auch, dass manche Dinge auf Dich vielleicht nicht zutreffen werden, falls Du kein eigenes Unternehmen führst.

    Ich persönlich habe mich sofort von allem verabschiedet, das nicht relevant ist.
    Der Rest ist bei mir in einem dicken Ordner zu finden. Schön sortiert nach Themen. So habe ich zum Beispiel alle meine Zeugnisse und Urkunden ganz hinten im Ordner (da davon eher seltener etwas dazu kommt) und dann vorne dran wichtige Dokumente, die die Finanzen betreffen.

    Selbst wenn es mehr Dokumente werden würden, wäre es für mich kein Problem, diese noch in den besagten Ordner zu geben oder einfach einen neuen anzufangen.
    Ich verspüre jetzt zwar an sich kein Glück, wenn ich diesen Ordner ansehe, aber dadurch, dass ich den Ordner selbst schön gestaltet und sortiert habe und dadurch, dass es wichtige Dokumente sind, fühle ich mich sicher und wohl dabei ihn zu besitzen.

    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar!
    Ich wünsch dir noch alles Liebe,
    Irina

  3. Hallo Irina,
    ich verspüre immer, wenn ich Urlaub habe, große Lust auszurüsten, zu ordnen und sauber zu machen. So kam es auch schon vor, dass ich bis tief in der Nacht geschafft habe. Man kommt irgendwann in den Modus, wo es Spaß macht und man völlig die Zeit vergisst. Deshalb im Urlaub… Ich habe 2 Töchter (17 + 12), deren Kleiderschränke ich nach der KonMari- Methode sortiert und ausgemistet habe. Ich bin natürlich begeistert. Ich hoffe nur, dass es nach 2 Wochen nicht schon wieder aussieht. Es ist schon seltsam, dass die wenigsten Kids das Ordnungsgen haben. Ich kämpfe da leider schon sehr lange gegen Windmühlen. Jedenfalls werden Shorts, Unterwäsche, Jeans, etc. gerollt und sortiert nach Farbe in Kisten (Ikea) gestellt. Die Kisten sorgen auch für eine begrenzte Menge. Wenn nichts mehr rein passt, ist es eindeutig zu viel, und man muss sich trennen. Die Kisten haben auch den Vorteil, dass man saisonal umräumen kann, ohne großen Aufwand. Des Weiteren handhabe ich es so, dass, sobald ein neues Teil gekauft wird, ein Altes gehen muss. So tappt man nicht in die Falle, zu viel zu haben. Bei Schuhen klappt das auch wunderbar. Soviel zum Thema …. Liebe Grüße an alle, die sich entschieden haben ordentlicher zu werden. Macht es! Und beginnt Heute! Es befreit ungemein.

    1. Hallo Stefanie,

      schön, dass es dir auch so geht! Aufräumen und Ausmisten kann wirklich Spaß machen!
      Toll, dass du ein System gefunden hast, mit dem bei euch das Chaos nicht mehr Überhand nimmt.
      Ich kann dir nur zustimmen. Ein ordentliches Leben ist befreiend!

      Ich wünsch dir alles Liebe und drück dir die Daumen, dass es auch bei deinen Töchtern langfristig geordnet bleibt. Bei einer Mama, die ihnen das so toll vormacht, muss es ja aber wohl so sein, oder? 😉

      Alles Liebe,
      Irina

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