Warum Zuhause immer noch das Chaos regiert

Warum dein Zuhause immer noch chaotisch ist

Aufbauend auf dem Beitrag von letzter Woche, in dem ich dir 3 Schlüsselelemente gesagt habe, die dein Zuhause zu einer Wohlfühloase machen, habe ich jetzt noch eine kleine Hilfestellung für dich zusammengestellt. Wenn dein Zuhause immer noch ein bisschen unorganisiert ist und es hie und da immer noch aus allen Nähten platzt oder du nicht so ganz weißt, wo du deine Dinge eigentlich unterbringen sollst, dann verzage nicht – ich habe die Lösung.

Warum Zuhause immer noch das Chaos regiert

Woran könnte es liegen, dass mein Zuhause immer noch chaotisch ist?

1) Ich habe Dinge behalten, die mich eigentlich nicht glücklich machen

Achte beim Ausmisten darauf, dich wirklich von allen Dingen zu befreien, die dich nicht glücklich machen. Wenn du nach einiger Zeit draufkommst, dass du bei deinem Aufräumfest vielleicht ein paar Sachen vergessen hast (bzw. du dich zu dem Zeitpunkt noch nicht dazu bereit gefühlt hast, manche Dinge wegzugeben), dann gib sie eben jetzt weg.

Scheue dich nicht davor, regelmäßig weitere Dinge auszusortieren (obwohl du gedacht hast, du wärest mit dem Aufräumfest schon fertig). Du veränderst dich ständig, also verändern sich auch die Dinge, die dich glücklich machen.

2) Nicht alles hat einen fixen Platz

Wenn du nicht alles ausgemistet hast, was dich unglücklich macht oder auf irgendeine Art und Weise stört, dann kann es passieren, dass du genau diesen Gegenständen (die dich nicht so glücklich machen) keinen Platz zuweist. Und dann hamma den Scherm auf (wie man in Österreich so schön sagt [Anm. zu Deutsch: In einem Schlamassel stecken]).

BONUS TIPP: Wie finde ich den richtigen Platz?

Dieses Problem lässt sich oft von selbst. Gib deinem Gegenstand zumindest vorläufig einen „festen“ Platz. Wenn du nach einiger Zeit merkst, dass du den Gegenstand nicht dorthin zurückräumst, dann wirst du den Platz vielleicht mal überdenken müssen.

Beispiel 1:

Ich habe zum Beispiel nach dem Aussortieren meiner Kleidung, diese zusätzlich umsortiert. So kam es dazu, dass ich mir eingebildet habe, meine Unterwäsche solle nun in einer Schublade weiter links liegen. Aus irgendeinem Grund hat sich das aber jedes Mal falsch angefühlt, wenn ich die Unterwäsche einräumen wollte. So habe ich einfach alles in die Lade gestopft. Schnell versank diese Lade wieder im Chaos.

Aber halt! Dann habe ich mir einfach wieder die wichtigen drei Punkte ins Bewusstsein gerufen: „Alles braucht einen Platz“, „Ich bin für mein Glück verantwortlich“ und „cool bleiben“.

Also habe ich ganz einfach beschlossen, mir mal zu überlegen, was ich eigentlich möchte. Während der Zeit, in der die Kleidung etwas anders sortiert war, habe ich immer wieder zuerst dieselbe Lade geöffnet, bevor ich die richtige geöffnet habe. Und so eindeutig war es: diese Lade wurde meine neue Unterwäschelade.

Meine Unterwäsche hat dich noch nicht überzeugt? Hmm… Wie wär’s dann mit diesem Beispiel hier:

Beispiel 2:

Nach meinem Ausmistprozess habe ich auch meinen Schreibtisch umgeräumt. Mit dem „Alles hat seinen Platz“-Mantra habe ich es nach meinem Ausmisten aber nicht soooo ernst genommen. Meine Laden haben also trotzdem so ausgesehen:

Ich habe zu diesem Zeitpunkt beschlossen, dass es reichen würde, zu sagen, meine elektronischen Geräte sind in dieser Lade. Ich habe also 1. gemeint, die einzelnen Kategorien zusammenzuwerfen wäre eine gute Idee (obwohl das eigentlich nur beim Ausmisten selbst hilfreich ist) und 2. gemeint, dass meine Lade ein eindeutiger Platz ist.

Weit gefehlt, Irina, weit gefehlt.

1. Das Einteilen in Kategorien ist nur wirklich sinnvoll, wenn du mit der Menge an Gegenständen, die auszumisten bzw. durchzuarbeiten sind, überfordert bist. Kategorien sind also in der Praxis nur während des Ausmistens logisch und durchführbar.

2. Eine Lade ist nicht eindeutig. Eine Lade kann nämlich ziemlich groß sein.

Die Lösung:

Nach längerem Hin und Her habe ich mich dazu entschieden, meinen Schreibtisch nochmal etwas umzustrukturieren. Ich habe dazu zuerst einmal die Dinge rund um meinen Schreibtisch in 3 Gruppen aufgeteilt:

  • Dinge, die ich auf meinem Schreibtisch liegen haben möchte
  • Dinge, die in meiner Nähe sein sollen (z.B. oberste Laden unter meinem Schreibtisch)
  • Dinge, die ruhig ein bisschen weiter weg sein dürfen (weil ich sie nicht so oft benutze)

Ich habe meine Dinge also in 3 Prioritätskategorien eingeteilt und auch eine kleine Liste dazu erstellt.

Schreibtisch Neuordnung

Dann habe ich einfach alle Dinge von den ersten beiden Listen mal herausgesucht und auf den Schreibtisch gelegt. Das waren soooo wenige Dinge, dass ich richtig geschockt war – so schwierig kann es ja nicht sein, diese Dinge so schön wie möglich aufzuteilen.

Und das habe ich dann auch getan. So stehen auf meinem Schreibtisch jetzt eigentlich nur meine wichtigsten Stifte, mein(e) Bullet Journal(s), ein paar Lernunterlagen, mein Laptop und eben mein Drucker sowie ein paar Zeichenmaterialien, die ich gerne bei mir habe.

Das Chaos besiegen

In der obersten Schublade habe ich dann weitergemacht und die anderen Sachen verstaut.

eine gut geordnete Schublade

Diese Ordnung hat plötzlich so viel mehr Sinn ergeben, einfach, weil ich wirklich alles so eingeräumt habe, dass 1. alles seinen Platz hat und 2. die Dinge beisammen sind, die zusammenpassen (und nicht die, die auf Grund von Kategorien nur so wirken, als ob sie gut zusammenpassen).

Die Dinge von der letzten Liste (also alles, das ich sonst noch so in Schreibtischnähe unterbringen wollte) habe ich dann auch auf den Tisch gelegt, wieder festgestellt, dass es echt nicht viele waren (Was so ein Ausmistfest alles für Wunder bewirken kann!), und sie dann einfach nach Gefühl eingeräumt. Weiter oben in den Laden, wo ich leicht auch ohne Verrenkungen zugreifen kann, habe ich die Dinge untergebracht, die ich öfters verwende. So habe ich mich zu den selteneren Dingen vorgearbeitet und alles auf ihrem natürlichen Platz verstaut.

So einfach geht das also mit dem Finden eines Platzes.

Wenn du noch irgendwelche Fragen oder Anmerkungen hast, dann hinterlass mir doch einen Kommentar.

Ich wünsch dir viel Glück beim Beseitigen des Chaos und eine wunderschöne Zeit in deinem Zuhause,

alles Liebe,

Irina

 

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