Warum ein Mandala in deinem Bullet Journal nicht fehlen darf – Teil 2

Mandalas zum Erreichen bestimmter Ziele

In dem Beitrag vom 24. Februar habe ich dir das Temperaturmandala und das Stimmungsmandala vorgestellt, die sich großer Beliebtheit unter den Bullet Journalern erfreuen. Ich persönlich habe weder das Temperaturmandala noch das Stimmungsmandala über längere Zeit benutzt.

Weil ich aber Mandalas so liebe, habe ich herumüberlegt, wie ich Mandalas sonst noch in meinem Bullet Journal verwenden könnte. Und da kam mir die Idee, Mandalas zu benutzen, um mich zum Lernen zu motivieren.

Wi du ein Mandala dazu nutzen kannst deine Ziele zu erreichen - warum ein Mandala in deinem Bullet Journal nicht fehlen darf #perksofbeingastudent

Das Lernmandala

Mithilfe des Lernmandalas (oder Lerndalas, wie es, wie mein Freund meint, eigentlich heißen sollte) konnte ich die positiven Eigenschaften des Mandalas mit dem bestimmten Ziel, mich zum Lernen zu motivieren, verbinden.  Mandalas wirken entspannend, helfen beim Nachdenken und fördern die Konzentration. Sie sind daher perfekt, um mich in die richtige Stimmung fürs Lernen zu bringen und bis zur Prüfung durchzuhalten.

Für mein erstes Lerndala habe ich ein paar Tage vor meinen Prüfungen begonnen Kreise zu zeichnen und mir eine Farbskala zu überlegen.

Ich entschied mich für eine Kombination aus zwei Aspekten:

  1. Zeit
  2. Lernerfolg

Zeit

Die Zeit teilte ich ein in „> 3 Stunden Lernzeit“, „2-3 Stunden Lernzeit“, „1-2 Stunden Lernzeit“, „ < 1 Stunde Lernzeit“ und „0 Stunden Lernzeit“. Da ich früh genug begonnen hatte, dachte ich mir, diese Zeitskala würde reichen.

Skala zum Messen des Lernfortschritts und der Lernzeit - Mandala zum Erreichen von Zielen #perksofbeingastudent

Falls du aber vorhast, weit mehr als 3 Stunden zu lernen oder statt der Zeit vielleicht lieber etwas Anderes messen möchtest, versuch doch deine eigene Skala zu erstellen. Du könntest zum Beispiel Kapitel, die du zu lernen geschafft hast, messen, oder Seiten, die du gelesen hast, vermerken.

Lernerfolg

Den Lernerfolg teilte ich auf in „Wiederholung“ für die Tage, an denen ich nur den Stoff wiederholt habe, und in „aha“ für die Tage, an denen ich ein Aha-Erlebnis hatte, und das Gefühl hatte, den Lernstoff um einiges besser verstanden zu haben. Zusätzlich entschied ich mich noch für die Verwendung von „Lernblockade“ für Tage, an denen ich das Gefühl hatte, nichts weiterzubringen und „neu“ für Tage, an denen ich etwas Neues gelernt habe.

Mein erstes Layout sah dabei so aus:

Skala zum Messen des Lernfortschritts und der Lernzeit - Mandala zum Erreichen von Zielen #perksofbeingastudent

Kombiniert habe ich diese beiden Komponenten (Zeit und Lernerfolg), indem ich zu Beginn meiner Lernzeit eine neue Reihe des Mandalas gezeichnet habe. Am Ende der Lernzeit habe ich dann jeweils den einen Teil des Rings in der Zeitkomponentenfarbe und den anderen Teil des Rings in der Lernerfolgskomponentenfarbe angemalt.

Wie du die Skala eines Lernmandalas umsetzt Wie du die Skala eines Lernmandalas umsetzt

 

 

 

Indem ich zuerst eine Reihe entwerfe, bringe ich mich in die richtige Stimmung, um mit dem Lernen zu beginnen. So habe ich ein kleines Ritual angefangen, das mir dabei hilft, mich zu konzentrieren. Nach dem Lernen male ich die entworfene Reihe dann an. Das signalisiert das Ende meiner Lernphase. Und ich habe wieder ein kleines Ritual geschaffen, das mir dieses Mal dabei hilft, abzuschalten und das Lernen für den Tag zu beenden.

Mittlerweile bin ich fast am Ende meines ersten Lernmandalas angekommen und kann sagen, dass es mir viel Freude bereitet hat, diese neue Art des Mandalas zu entdecken und mich mit seiner Hilfe ein bisschen zum Lernen zu motivieren.

Wie du dein eigenes Lernmandala entwirfst und dich so zum Lernen motivierst

Wenn du auch Lust dazu bekommen hast, dein eigenes Lernmandala anzulegen, hinterlass mir doch einen Kommentar mit dem Ergebnis, oder poste dein Lernmandala auf Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #Lernmandala (oder mit #Lerndala – mich würde echt interessieren, was ihr von der Wortkreation meines Freundes haltet 😉 ). Markiert mich doch auch in eurem Bild, damit ich es auch wirklich sehe! Bin schon gespannt auf die vielen tollen Lernmandalas.

Weitere Mandalaarten:

Als ich angefangen habe, mit Mandalas ein bisschen herumzuspielen und mir zu überlegen, wozu ich Mandalas noch benutzen könnte, sind mir plötzlich so einige Dinge eingefallen, die ich gerne mal ausprobieren möchte. Vielleicht ist ja auch für dich etwas dabei:

Ein Mandala als Tracker:

Um sich gewisse Gewohnheiten (wie zum Beispiel das regelmäßige Trinken von Wasser, ein gewisses Maß an Sport oder das Lernen von Vokabeln) anzueignen, kann es helfen, eine Art Tracker anzulegen. Bei diesem Tracker legt man sich vorher einen Zeitraum fest (meistens ein Monat) und notiert die Aktivität, die man zur Gewohnheit machen möchte. Hat man das Ziel für einen bestimmten Tag erreicht, kann man dies dann anschließend im Tracker markieren.

Wenn man sich jetzt jedoch dafür entscheidet, den Tracker in Form eines Mandalas zu gestalten, ergeben sich plötzlich tausende von neuen Mandalaarten.

1)      Der grundlegende Mandala-Tracker

Für deinen grundlegenden Mandala-Tracker musst du lediglich so viele Reihen vorzeichnen, wie du messen möchtest, und jeden Tag eine Reihe anmalen, sobald du die Aktivität, die du zur Gewohnheit machen möchtest, geschafft hast.

Hier hast du keine Farbskala, sondern suchst dir jeden Tag aus, in welcher Farbe du die Reihe anmalen möchtest. Hast du an einem Tag eine Aktivität nicht geschafft, bleibt diese Reihe farblos (oder du malst sie in einer bestimmten zugewiesenen Farbe an). Dieser Tracker soll dich dazu motivieren, die Aktivität zu machen.

2)      Der Mandala-Tracker für Fortgeschrittene

Für den fortgeschrittenen Mandala-Tracker musst du wieder für jede Mandalaart eine Skala gestalten und jede Reihe entsprechend der Skala anmalen. Hier ein paar Beispiele:

Das Gesundheitsmandala:

Beim Gesundheitsmandala könntest du zum Beispiel messen, wie oft du Kopfweh oder andere Beschwerden hast. So schaffst du es auf eine etwas schönere Art und Weise, gewisse Gesundheitszustände nachzuverfolgen. Besonders für Menschen, die an langandauernden Beschwerden leiden und diese vielleicht für eine Ärztin oder einen Arzt dokumentieren müssen, wäre dieses Mandala eine Idee.

Das Workoutmandala:

Das Workoutmandala ist besonders für die Sportbegeisterten oder für jene, die es gerne wären, geeignet. Beim Workoutmandala kann man zum Beispiel eine Zeitskala verwenden, um zu messen, wie lange trainiert wurde, oder eine Skala benutzen, bei der die Art des Sports gemessen wird. (oder natürlich auch eine Kombination aus beidem).

Das Lesemandala:

Beim Lesemandala könnte man zum Beispiel auf einer Skala festhalten, wie viele Seiten, Kapitel (oder sogar Bücher?) man an einem Tag gelesen hat, und die entsprechende Mandalareihe dann in der bestimmten Farbe anmalen. So hat man am Ende eines Monats eine schöne Übersicht, an welchen Tagen man sich mehr Zeit zum Lesen genommen hat, und an welchen weniger.

Fazit

Wenn du auch ab und zu gerne malst oder zeichnest oder einfach nur Freude daran hast, ein bisschen kreativ zu sein, dann versuch es doch auch mal mit einem Mandala. Trau dich ruhig und probier eine der oben genannten Mandalaarten aus oder erfinde deine eigene. Mandalas sind so vielfältig wie das Leben selbst – du wirst also bestimmt das richtige für dich finden.

 EXTRA

Falls du kein eigenes Mandala entwerfen möchtest, aber trotzdem deinen Lernfortschritt messen, deine Gesundheit nachverfolgen oder deinen Gefühlszustand festhalten möchtest, dann lade dir doch ein paar von meinen Mandalas runter. Die findest du  am Ende dieses Beitrags: Mandalas selber zeichnen – in 3 Schritten zu deinem eigenen Design.

Alles Liebe und viel Spaß beim Zeichnen, Lernen und Leben,

Irina

 

 

 

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