Sich selbst eine Sprache beibringen – Teil 2 den perfekten Zeitplan erstellen

Wie du Lernen am besten einplanst

Neben der richtigen Vorbereitung der Materialien ist ein gut funktionierender Zeitplan das Wichtigste, um mit dem Sprachenlernen voranzukommen. Wichtig ist, das Lernen in den Tagesablauf so zu integrieren, dass man mit den Lerneinheiten gut vorankommt und trotzdem auch noch Zeit für all die anderen Aufgaben und ein bisschen Freizeit hat!

erstelle den perfekten Zeitplan, um mit Leichtigkeit eine neue Sprache zu lernen #perksofbeingastudent

Wie viel Zeit brauche ich?

Wie viel Zeit du brauchst, um gut mit dem Lernen voranzukommen, hängt ganz und gar von deinem Ziel ab. Wenn du schneller vorankommen möchtest, wirst du mehr Zeit brauchen.

An sich ist es aber ausreichend, wenige Minuten am Tag fürs Sprachenlernen zu verwenden, um das Erlernen der Sprache voranzutreiben

Wie nutze ich die Zeit effizient?

Generell halte ich nichts vom Multitasking. Wichtiger ist es, im Moment konzentriert zu sein und sich auf eine Sache zu fokussieren. Aber: Manche Dinge funktionieren gleichzeitig.

Zum Beispiel: Ich kann gleichzeitig etwas anhören, während ich im Auto zur Arbeit fahre, oder etwas lesen, während ich im Zug sitze.

Während ich mit dem Zug zur Uni fahre, liebe ich es, mir entweder Podcasts anzuhören oder ein Buch zu lesen. So nutze ich die Zeit, in der ich normalerweise irgendein Buch lese oder Musik höre, dafür, mich ein bisschen mit einer anderen Sprache auseinanderzusetzen.

Weitere Aktivitäten/Dinge, die gut kombiniert werden können:

  • Sport und Musik/Hörbuch/Film/Serie/YouTube Videos in einer Fremdsprache
  • Stretching vorm Schlafengehen und Vokabellernen
  • Kochen und Musik/Hörbuch/Filme/Serie in einer Fremdsprache
  • Duschen und Musik/Hörbuch in einer Fremdsprache
  • Aufs Klo gehen und Musik/Hörbuch/Buch in einer Fremdsprache oder Vokabellernen (mit z.B. einer Handy-App wie Memrise)

Du siehst, diese Liste kann ziemlich endlos fortgesetzt werden. Sei einfach ein bisschen kreativ und trau dich ruhig, das Sprachenlernen in deinen Alltag einzuflechten. Je öfter du auf irgendeine Art mit deiner Lernsprache konfrontiert bist, desto natürlicher und einfacher wird es für dich sein, sie zu lernen und zu benutzen

Wie teile ich die Zeit am besten ein?

Möglichkeit 1:

Jetzt, wo ich gerade Ferien habe und nur wenig Zeit verplant ist, habe ich einen flexiblen Zeitplan. Das bedeutet, dass ich eine Zeitspanne habe, die ich jeden Tag fürs Lernen verwende (zwischen 1 und 2 Stunden pro Tag).

Mein Zeitplan sieht derzeit also so aus:

  • Montag: 2 Stunden
  • Dienstag: 1 Stunde
  • Mittwoch: 1 Stunde
  • Donnerstag: 2 Stunden
  • Freitag: 2 Stunden
  • Samstag: 2 Stunden
  • Sonntag: 1 Stunde

Zusätzlich versuche ich jedoch jeden Tag so oft wie möglich meine Tricks von weiter oben anzuwenden. Ich kombiniere alltägliche Dinge und Aktivitäten mit dem Sprachenlernen, indem ich zum Beispiel ein spanisches Buch lese, während ich in der Sonne liege.

Diese Zeit zählt für mich nicht zu der vorgesehenen Lernzeit.

Wie du dir die Zeit einteilst, liegt jedoch ganz bei dir! Wenn du mehr oder weniger Zeit fürs Lernen aufwenden möchtest, dann tu das! Wenn du die kombinierte Zeit ebenfalls als Lernzeit werten möchtest, dann tu das! Wichtig ist, dass dir das Sprachenlernen Spaß macht und du das Lernpensum erfüllst, das du für dich selbst festlegst.

Möglichkeit 2:

Wenn ich Uni habe, so wie es in ein paar Wochen wieder der Fall sein wird, ist mein Wochenkalender ziemlich vollgepackt mit Aufgaben und Terminen. Dann muss ich einen anderen Zeitplan aufstellen, damit ich auch genügend Zeit ins Lernen investieren kann.

Dann habe ich fixe Zeiten, die fürs Sprachenlernen reserviert sind. Meistens ändern sich die Zeiten von Woche zu Woche nicht. Trotzdem schreibe ich mir am Anfang der Woche gerne einen extra Zeitplan zusammen, damit dieser perfekt an meinen Alltag angepasst ist.

So könnte der Zeitplan für die nächsten paar Monate dann für mich aussehen:

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Wie erstelle ich diesen Zeitplan?

Zuerst musst du feststellen, wie viel Zeit du zur Verfügung hast. Dazu nimmst du entweder die Zeit, die für dich derzeit Freizeit ist, oder versuchst, ein wenig mehr Sprachenlernzeit in deinem Plan freizuschaufeln. Ob du das tust, wird vermutlich vom Umfang deiner Freizeit und deinem Lernziel abhängen.

Wenn du innerhalb kürzester Zeit eine Sprache lernen möchtest, wirst du nicht vermeiden können, von anderen Aktivitäten ein wenig Zeit zu nehmen und diese fürs Lernen zu verwenden.

Um festzustellen, wie viel Zeit du hast, lohnt es sich, einen groben Zeitplan aufzustellen. Dieser kann einem Stundenplan, wie man ihn aus der Schule kennt, durchaus ähneln.

1) Dort vermerkst du die Zeit, zu der du aufstehst (bzw. zum Aufstehen bereit bist) und die Zeit zu der du schlafen gehst.

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2) Dann markierst du die Zeiten, die auf jeden Fall schon mal besetzt sind (e.g. zum Beispiel durch Arbeit oder andere zeitlich fixierte Aufgaben).

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3) Als Nächstes kannst du, wenn du möchtest, Zeiten markieren, zu denen du zwar beschäftigt bist, aber trotzdem die Zeit hast, ein wenig Sprachenlernen einzubauen (e.g. Weg zur Arbeit oder Schule, Haushalt – Kochen, Putzen oder Ähnliches, …

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4) Die restliche noch verfügbare Zeit kannst du nun gut aufteilen. Überleg dir dazu, wie viel Lernzeit du haben möchtest. Vergiss dabei aber nicht, dass Freizeit sehr wichtig ist! Du solltest auf jeden Fall neben der Arbeit/Schule und dem Lernen auch noch Zeit zum Abschalten freilassen!

Bei mir sieht das Ganze nun so aus:

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Die freigelassenen Flächen sind entweder Freizeit oder aber auch Zeit, die ich brauche, um die Aufgaben für die Uni zu erledigen oder zu lernen.

Wie stelle ich sicher, dass ich mich an den Zeitplan halte?

Du hast es in der Hand, eine Sprache selbständig zu lernen. Du hast es in der Hand, dich an den Zeitplan zu halten oder auch nicht.

Ganz wichtig dabei: Du darfst deinen Zeitplan jederzeit anpassen!

Zu jedem Zeitpunkt kannst du sagen, dass du zu viel Zeit fürs Lernen eingeplant hast oder zu wenig. Wenn du also manchmal Probleme hast, dich an den Zeitplan zu halten, dann überleg dir doch mal genau, warum es so ist. Ist die Lernzeit vielleicht zu lange, oder fehlt dir die richtige Motivation?

Dann verändere deinen Zeitplan doch einfach und kürze die Lernstunden oder rufe dir nochmal ins Bewusstsein, warum du diese Sprache lernst.

Vergiss nicht: Das Wichtigste beim Sprachenlernen ist, dass du Spaß an der Sache hast! Trau dich also ruhig und passe deinen Zeitplan individuell an. Teste ihn doch einmal für ein paar Tage aus und schau, wie du damit zurechtkommst.

Hast du noch irgendwelche Fragen? Hast du bereits Erfahrung mit einem Zeitplan fürs Sprachenlernen gemacht?

Erzähl’s uns doch in den Kommentaren!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Erstellen deines Zeitplans.

Alles Liebe und bis bald,

Irina

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