Schlechte Note – was nun?

Warum schlechte Noten etwas Gutes sind

Schlechte Noten sind kein Weltuntergang! Schlechte Noten sagen nichts über deine Intelligenz aus! Schlechte Noten helfen dir, dich weiterzuentwickeln! Schlechte Noten zeigen dir, wo du dich verbessern kannst. Schlechte Noten sind etwas Gutes. Sie geben dir die Chance, etwas nochmal zu probieren.

Wie du mit einer schlechten Note umgehen kannst #perksofbeingastudent

Morgen schreibe ich eine Prüfung in einem Fach, bei dem ich bereits einmal durchgefallen bin.

Eine kleine Vorgeschichte:

Letztes Jahr, so ziemlich auf den Tag genau, habe ich meinen allerersten 5er kassiert (in Österreich die schlechteste Note). Noch nie in meinem ganzen Leben war ich damit konfrontiert. Ja, ich hatte in der Schule auch mal ein paar Stundenwiederholungen, die definitiv keine Glanzleistungen waren, aber meine Schularbeiten waren immer positiv und am Ende des Halbjahres oder Schuljahres stand nie etwas Schlechteres als ein 4er in meinem Zeugnis.

Mit jeder Schularbeit (und später auf der Uni mit jeder Prüfung) wurde ich nervöser und nervöser. Wird es passieren? Mein ganzes Leben noch kein 5er, und jetzt? Wird die nächste Prüfung die erste sein? Der Druck wurde immer größer und die Angst vorm 5er ebenso.

Doch dann ist es endlich passiert.

Ich fühlte mich schrecklich. Noch dazu war es eine Prüfung, bei der ich von vorneherein sicher war, sie bestehen zu können. Ein paar Minuten lang habe ich einfach nur geweint. Ich habe alle Gefühle rausgelassen, mich so über mich selbst geärgert.

Ich habe mich geärgert, dass ich einen 5er habe. Ich habe mich geärgert, dass ich mich darüber ärgere, einen 5er zu haben, denn was ist schon dabei? Ich habe mich geärgert, weil ich nicht aufhören konnte, mich zu ärgern.

Wie du siehst, habe ich mich hauptsächlich geärgert.

Eine schlechte Note – was nun?

Teil 1 – mit deinen Gefühlen umgehen

Wenn du unglücklich über eine schlechte Note bist, gibt es nichts anderes als einmal unglücklich darüber zu sein. Es ist ok, dass du dich enttäuscht fühlst und es ist auch ok, dass du dich darüber ärgerst. Lass es einfach raus.

Aber: Irgendwann reicht es auch schon wieder. Eine Note ist nichts weiter als eine Note.

Du hast nicht #versagt, wenn etwas nicht #funktioniert. Du hast bloß eine von vielen #Möglichkeiten gefunden, wie es nicht geht.
Quelle: „Herz und Verstand“ auf Facebook https://www.facebook.com/gefuelherzundverstand/

 

Du hast nicht versagt, wenn etwas nicht funktioniert. Du hast bloß eine von vielen Möglichkeiten gefunden, wie es nicht geht.

 

Du bestimmst, was du daraus machst

Teil 2 –  aus deiner Erfahrung lernen

Du hast es in der Hand. Du kannst bestimmen, wie du jetzt damit umgehst.

Eine schlechte Note macht nichts weiter, als dir aufzeigen, wo du dich verbessern kannst. Also nutze diese Erfahrung, um es nächstes Mal besser zu machen. Mach dir Gedanken darüber, wo du dir besonders schwer getan hast, was du verbessern möchtest oder was in der Vorbereitung nicht so gut geklappt hat.

Entscheide dich also, wie du mit deiner Erfahrung nun umgehen möchtest und schon geht es weiter mit Teil 3:

Teil 3 – einen Angriffsplan starten

1) Rede mit deinen LehrerInnen oder geh zur Prüfungseinsicht an die Uni.

Schau dir deine Schularbeit/Prüfung genau an. Welche Fehler hast du gemacht? Was könntest du nächstes Mal besser machen?

Deine LehrerInnen oder ProfessorInnen unterstützen dich im Normalfall sehr gerne und geben dir Tipps, worauf du bei der nächsten Prüfung achten solltest. Sie erklären dir konkrete Probleme und beantworten alle deine Fragen.

Das Wichtigste dabei: Es muss dir überhaupt nicht peinlich sein! Jede/r hat mal schlechte Noten, jede/r macht mal Fehler!

2) Stell dir einen Zeitplan auf.

Wann hast du die Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen? Bzw. wann solltest du den Stoff spätestens doch beherrschen, um dem Unterricht folgen zu können oder die nächste Schularbeit zu schaffen?

Plane ruhig ein bisschen mehr Zeit ein. Wenn du die Prüfung nicht sofort wieder ablegen musst, na dann mach sie halt erst später.

Ich habe zum Beispiel ein Jahr gewartet. Nicht, weil ich so lange gebraucht habe, mich darauf vorzubereiten, sondern weil der Kurs zum Beispiel ein Semester lang nicht angeboten wurde und ich ihn gerne nochmal persönlich besuchen wollte, um mich so besser auf die Prüfung vorbereiten zu können. (Beim ersten Mal, habe ich es mit der Anwesenheit im Hörsaal nicht so genau genommen 😉 )

Wichtig: Versuche jedoch nicht allzu viel Zeit verstreichen zu lassen. Deine Prüfung soll nicht zu einem riesigen Endgegner heranwachsen, der dir Angst macht und dich noch nervöser werden lässt als überhaupt notwendig!

3) Überleg dir einen Lernplan.

Besonders wichtig hier: Was kannst du anders machen als vorher. Überleg dir, wie du für die erste Prüfung gelernt hast, und mach dir Gedanken darüber, wie du dich besser auf die Wiederholung vorbereiten könntest.

 

Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Erstellung deines eigenen Lernplans um jede Prüfung mit Leichtigkeit zu bestehen #perksofbeingastudent

Wenn du noch ein paar Tipps zum Thema Lernplan erstellen brauchst, dann schau doch mal hier vorbei.

 

4) Lern.

Da gibt es nun mal leider kein Drumherum. Wenn du dir mal einen Lernplan erstellt hast, der an dich und deine Bedürfnisse angepasst ist, gibt es nur noch eins: Lernen!

Aber das schaffst du ganz bestimmt!

Ich drück‘ dir dabei jedenfalls ganz fest die Daumen!

Alles Liebe und bis bald,

Irina

 

 

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