Planst du noch oder lebst du schon?

Wie ich es geschafft habe, weniger Zeit mit dem Planen und mehr Zeit mit dem Leben zu verbringen

Weniger Planen und mehr Leben. Das ist mein Ziel. In den letzten Wochen hat sich für mich ein immer deutlicherer Trend unter den Bullet Journal LiebhaberInnen aufgezeigt. Immer mehr und mehr Leute benutzen ihren Planer nicht nur zum Planen, sondern gestalten kreative und teilweise sehr aufwendige Monats- und Wochenübersichten oder Erinnerungsseiten, Sammlungen oder Sonstiges. Sie wenden dabei mehr Zeit fürs Planen, als fürs eigentliche Machen auf. Aber ist der Sinn eines Planers, eines Bullet Journals, nicht eigentlich, dass ich produktiver sein möchte? Dass ich alle meine Aufgaben mit Leichtigkeit erledigen kann?

Weniger Planen, mehr Leben: Wie du es schaffen kannst, weniger Zeit fürs Planen zu verschwenden und dein Leben mehr zu genießen

Ich selbst liebe es sehr, meinen Planer etwas kreativer und bunter zu gestalten. ABER! Aber. Mir ist aufgefallen, dass auch ich eine Zeit lang mehr Wert darauf gelegt habe, einen schönen Planer zu haben und die Produktivität dabei ein bisschen verloren gegangen ist.

Heißt das jetzt, ich werde mein Bullet Journal nicht mehr so farbenfroh und kreativ gestalten? NEIN. Das heißt, ich habe mich auf die Suche nach dem perfekten System gemacht, mit dem ich sowohl Kreativität, Individualität und Schönheit als auch Produktivität, Praktikabilität und Nutzen perfekt miteinander verbinden kann.

Weniger Planen: das System

Um an sich weniger Zeit fürs Planen verwenden zu müssen, braucht man zuallererst ein gutes Planungssystem.

Ich selbst schwöre auf das Bullet Journal System. Da es perfekt auf mich anpassbar ist und genau meinen Bedürfnissen entspricht, ist es mir 1000 Mal lieber als ein herkömmlicher Taschenkalender oder Jahresplaner.

Wie das Bullet Journal System ca. funktioniert, ist einfach erklärt. Eine kleine Einführung in meine Verwendung des Systems kommt sofort. Wenn du jedoch noch mehr über dieses System wissen möchtest, dann schau dir doch diesen Beitrag hier an.

Ich habe immer ein Notizbuch dabei. Ein Leuchtturm 1917 mit Hardcover und gepunktetem Raster, um genau zu sein.

Für deinen Planer brauchst du nicht unbedingt dasselbe. Nein. Viele Menschen schwören auf ein Moleskine oder Nuuna oder ein simples einfaches Heft aus dem Laden von nebenan. Such dir einfach ein gebundenes Heftchen aus, das für dich einfach zu transportieren ist und mit dem du dich wohlfühlst.

Außerdem habe ich immer ein paar Stifte eingepackt.

Weniger Planen: essentielle Seiten in deinem Planer

Bevor ich das Notizbuch als Planer nutzen kann, muss ich 2 essentielle Seiten erstellen.

1) einen Index

Am Beginn meines Notizbuchs habe ich einen Index, in dem ich vermerke auf welchen Seiten was zu finden ist.

Ein Index in deinem Planer hilft dir, produktiv zu sein, und weniger Zeit mit dem Planen zu verschwenden

So habe ich immer alles auf einen Blick und kann schnell nachsehen, wo sich z.B. mein Prüfungsplan befindet

2) eine Zukunftsübersicht

Direkt nach meinem Index habe ich ein paar Seiten erstellt, auf denen ich Platz habe, Termine für die nächsten Monate aufzuschreiben. Einen kleinen Jahreskalender sozusagen.

Diesen Platz kannst du so großzügig gestalten, wie du möchtest.

Eine großzügige Jahresübersicht am Anfang deines Planers hilft dir dabei, alle Termine einplanen zu können

Ich habe je eine Seite pro Monat freigelassen, falls ich wirklich viel zu tun habe. Eine halbe Seite hätte jedoch auch gereicht. Auf jede Seite schreibe ich einfach den Monatsnamen und darunter mit genauem Datum alle Termine, die ich so habe. Jedes Mal, wenn ein neuer Termin dazu kommt, schreibe ich ihn in diese Zukunftsübersicht.

Weniger Planen: meine Routine

Zusätzlich zu den zwei wichtigsten Arten von Seiten habe ich dann noch eine Routine entwickelt, bei der ich monatlich, wöchentlich und täglich meinen Planer in die Hand nehme und mit weiteren Seiten ergänze.

Monatsübersicht

Jeden Monat erstelle ich aufs Neue eine Monatsübersicht. Dafür verwende ich immer eine Doppelseite in meinem Planer. Auf die linke Seite kommt dabei eine Monatsübersicht mit allen Tagen und auf die rechte eine Liste mit Aufgaben, die ich so zu erledigen habe.

Jeden Monat gestalte ich schnell eine neue Übersicht, um alle Termine auf einen Blick zu haben. Das geht schnell und ist effektiv

Wie du siehst, habe ich bei meiner Monatsübersicht noch etwas Dekoration hinzugefügt, das ist aber natürlich vollkommen optional. Das Planungssystem funktioniert auch ohne bunte Blumen 😉

Ich setze mich also 1x im Monat zu meinem Schreibtisch und erstelle einen konkreten Plan über diesen Monat. Die Aufgaben auf der rechten Seite übernehme ich teilweise vom Monat davor, falls es Dinge gibt, die ich noch nicht geschafft habe oder für die der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen war. Neue Aufgaben kommen ebenfalls auf diese Liste.

Das Ziel ist es, nur eine einzige Liste mit allen Aufgaben zu haben, um so nie die Übersicht zu verlieren.

Wochenübersicht

Jede Woche erstelle ich zusätzlich eine kleine Wochenübersicht. Schon seit Monaten bastle ich an der perfekten Übersicht für mich herum und jetzt habe ich sie endlich gefunden:

Einmal in der Woche gestalte ich eine einfache Übersichtsseite in meinem Planer. Das geht schnell und ist super effektiv

Sie ist so einfach und so schnell zu erstellen und sie ist so so so perfekt. Ich habe Platz für die wichtigsten Termine der Woche (bzw. sogar für alle Termine der Woche) und für alle Aufgaben, die ich diese Woche zu erledigen habe. Manche dieser Aufgaben sind Dinge, die auf der Monatsaufgabenliste stehen, manche sind zusätzliche Aufgaben, wie z.B. Hausübungen oder kleinere Aufgaben. Außerdem habe ich noch Platz für einen Menüplan und eine kleine Übersicht über die nächste Woche.

Tagesübersicht

Fast jeden Tag erstelle ich dann noch zusätzlich eine Tagesübersicht. Da stehen dann alle Aufgaben und Termine für diesen Tag.

Fast jeden Tag gestalte ich eine Tagesübersicht über alle meine Termine und Aufgaben. So bleibe ich bestens organisiert

Manchmal gibt es (vermehrt bei mir in letzter Zeit, seit ich auf das neue System umgestiegen bin) aber auch Tage, an denen ich nichts planen muss. Da habe ich keine Termine oder Aufgaben oder nur 1 bis 2 und ich weiß ganz genau, was zu tun ist. Dann verschwende ich keine Minute mehr fürs Planen und überspringe den Tag einfach.

Und das war’s auch schon. Mehr brauche ich nicht, um mein Leben in den Griff zu bekommen und meine Ziele zu erreichen.

Ich selbst liebe es aber, meine Kreativität auszuleben und zeichne gerne in meinen Planer oder verschönere ihn. Ab und zu gestalte ich natürlich auch noch zusätzliche Seiten. Diese Dinge zählen dann aber für mich nicht mehr zum Planen sondern bereits zum Leben. Mir macht das nämlich viel Spaß und ich kann dabei entspannen.

ein bisschen Kreativität in meinem Planer hilft mir dabei, abzuschalten und das Leben zu genießen

Weniger Planen: mein Zeitaufwand

Ein Monat lang habe ich nun mein oben beschriebenes, verbessertes Planungssystem ausgetestet und dokumentiert, wie viel Zeit ich nun mit dem Planen verbringe. Hier meine verblüffenden Ergebnisse:

Monatsübersicht planen: 13 Minuten (inklusive der Verzierung)

Wochenübersicht planen: durchschnittlich 5 Minuten

Tagesübersicht planen: durchschnittlich 3 Minuten

Und das war’s. Mehr Zeit wende ich nicht fürs Planen auf. Und was sind schon 3 Minuten pro Tag, oder manchmal ein bisschen mehr. So schaffe ich es, organisiert zu bleiben, alles unter einen Hut zu bringen und trotzdem mehr als genug Zeit fürs Leben zu haben.

 

Und, planst du noch oder lebst du schon?

Sag’s mir doch in den Kommentaren. Würde mich freuen, zu hören, wie du so planst.

 

Viel Erfolg beim Planen und Leben,

alles Liebe und bis zum nächsten Mal,

Irina

 

 

 

 

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.