Digitales Ausmisten: Teil 3 – Fotos, Videos und Musik

Digitales Ausmisten Teil 3: Fotos, Videos und Musik aussortieren und ordnen

Dokumente und Programme sind abgehakt, nun geht’s los mit Dateien, die mir ein wenig mehr am Herzen liegen: Fotos, Videos und Musik. So wie auch bei den Dokumenten und anderen Dateien habe ich hier zuerst aussortiert und dann neugeordnet.

Sortiere deine Fotos, Videos und Musik auf deinem Laptop, PC und Co und bleib organisiert #perksofbeingastudent

Musik aussortieren und neu ordnen

Es gab mal eine Zeit, da habe ich mir alle Lieder, die ich bekommen konnte, gekrallt und mit iTunes auf meinem PC „organisiert“. Es war mehr eine riesige Ansammlung an Liedern, die teilweise keine Info zu Interpreten hatten, nur sehr selten Albumtitel oder gar Cover, aber ich hatte sie gerne. Irgendwann musste ich jedoch feststellen, dass mich diese riesige Ansammlung an Musik, die ich nicht wirklich gerne gehört habe, viel mehr frustriert als zufriedenstellt. Also musste ein Ausmist- und Aufräumfest her.

Mithilfe von iTunes

Solltest du ein Programm wie iTunes verwenden, um deine Musik zu sortieren, dann kannst du deine Lieder auch dort einfach durchgehen und eines nach dem anderen löschen.

Wichtig dabei: Lösche wirklich alle Lieder, die du nicht gerne hörst oder einfach nicht mehr gerne hörst. Mittlerweile gibt es so viele andere Möglichkeiten, Musik zu hören (siehe YouTube, Spotify und co). Du musst ein Lied, dass dir irgendwann einmal gefallen hat nicht aufheben, nur weil du meinst es könnte dir ja irgendwann mal wieder danach sein, es zu hören.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden alle Lieder aus iTunes zu löschen und in einem extra Ordner zu sammeln. Danach bin ich die Lieder einzeln durchgegangen und habe nur die wieder in iTunes hineingezogen und somit kopiert, die ich behalten wollte.

Musik sortieren und organisieren - #perksofbeingastudent

Danach habe ich alle gelöscht, da die Originale automatisch in einen extra iTunes Ordner kopiert wurden.

Anstatt eine Liste durchzugehen und einzelne Titel zu löschen ist es oft einfach nur die Titel auszuwählen die man mag. So beginnt man einfach mal mit den Lieblingstiteln und arbeitet sich dann langsam vor. Am Ende wirst du vermutlich mehr ausmisten als du gedacht hast.

Ohne der Hilfe irgendwelcher Programme

Solltest du, so wie ich, deine Musik überall auf deinem Laptop/PC verstreut haben, dann ist es an der Zeit, alles an einem Ort zu sammeln.

Ich habe mir dazu den achso passend benannten Ordner „Musik“ von Windows hergenommen und einmal meine gesamte Musik hineingepackt.

Danach geht’s los mit dem Ausmisten.

Eine nette Hilfe dabei: drei kleine Ordner namens „ja“, „nein“ und „vielleicht“. In die du die Musik einfach verschieben kannst. Der Ordner „nein“ wird dann weiter in den Papierkorb geschoben, „vielleicht“ kannst du dir noch einmal anschauen oder eventuell nur auf einer externen Festplatte aufbewahren und „ja“ wird noch richtig organisiert.

Organisation

In iTunes würde ich dir raten hier so richtig aufzutrumpfen und nicht nur die Namen der Interpreten, Titel und Alben vollständig in der Information auszufüllen (falls es nicht bereit schon vorhanden ist), sondern auch noch ein Albumcover hinzuzufügen.

Solltest du Musik einfach nur in einem Ordner haben, wäre es gut auch hier den Titel des Liedes dementsprechend anzupassen. Ich habe meine Lieder gerne nach Interpret gereiht, klug wäre es jedoch die Lieder so zu reihen, dass du sie schnell wiederfindest. Vielleicht ist es ja einfacher ein Lied nach dem Titel anstatt nach dem Interpreten zu organisieren.

Bilder und Videos

Bilder und Videos richtig auszumisten und danach zu organisieren ist meiner Meinung nach gar nicht mal so einfach. Wie ich mich durch meinen Urlaubsfotodschungel gekämpft habe und nun ein für mich passendes System gefunden habe, zeige ich dir jetzt.

Fotos und Videos ausmisten

Zuerst sammelst du mal alle deine Fotos in einem Ordner und beginnst sie dann Schritt für Schritt durchzugehen. Ich selbst miste meine Fotos am liebsten so aus:

1) Ordner öffnen

2) Foto öffnen (Vollbild)

3) Durchklicken und Löschen

Jedes Mal, wenn ich zwei Fotos habe, die sich sehr ähnlich sind, klicke ich so oft zwischen den beiden hin und her, bis ich das schönere auserkoren habe.

Tipps und Tricks zum Ausmisten

Das kannst du gleich löschen:

Fotos, die verschwommen sind, dir aus irgendeinem Grund nicht gefallen oder überbelichtet sind. Wenn du Fotos nicht bearbeitest dann lösche diese sofort. Solltest du jedoch sehr gerne noch etwas aus deinen Fotos rausholen wollen, dann würde ich dir als Alternative zum Löschen vorschlagen, diese Fotos in einem Unterordner zu sammeln. So hast du alle Fotos, die du noch bearbeiten möchtest auf einen Blick.

Fotos, die du doppelt hast. Ja ich weiß, das klingt ziemlich offensichtlich. Aber so einfach ist das oft gar nicht. Entweder du hast, so wie ich, manche Ordner einfach doppelt, weil du sie aus irgendeinem Grund an zwei verschiedenen Orten gespeichert hast, oder du hast vielleicht ein Foto, dass sich nur ganz gering von einem zweiten unterscheidet.

Handyfotos, die du über WhatsApp geschickt bekommen hast und die du automatisch gespeichert hast.

Fotos von Essen. Solltest du keinen Instagram-Account haben, der sich nur um Essen dreht, oder nicht bald ein Kochbuch rausbringen wollen, dann solltest du die Essens-Fotos, die du deinen Freunden geschickt hast einfach löschen. Dasselbe gilt übrigens für andere Fotos, die du einfach nur zwischendurch gemacht hast, um jemand anderem zu zeigen, was du gerade tust oder magst. Diese Fotos müllen meist nur deinen Laptop zu. Wenn es hier ein paar Fotos gibt, die dich jedoch sehr glücklich machen, weil sie dich so zum schmunzeln bringen, dann sammle diese doch in einem eigens dafür angelegten Ordner.

Fotos und Videos organisieren

Zuerst solltest du dir ein System überlegen. Wie willst du deine Fotos und Videos sortieren? Getrennt, zusammen, nach Datum, nach Thema?

Ich habe meine Fotos und Videos so aufgeteilt:

Fotos und Videos für meinen Blog, Instagram und Co kommen in die jeweiligen Ordner, die ich im Dokumente-Ordner sortiert habe.

So habe ich Bilder und Word-Dokumente immer beisammen. Abgesehen davon habe ich auch noch einen extra Ordner für meine Instagram Fotos. Jedes Mal, wenn ich neue Fotos nur für Instagram mache kommen die dort hinein. Werden verkleinert, zugeschnitten und umbenannt, damit ich sie dann besser Teilen kann. Die Originalfotos lösche ich im Anschluss, da ich die nicht mehr brauche. Mir reicht die etwas kleinere Version, die dann gepostet wird aus.

Bilder richtig organisieren und ordnen #perksofbeingastudent

Urlaubsfotos und -videos kommen in den Ordner Fotos und werden nach Datum sortiert und mit einer passenden Beschriftung versehen

Besonders wichtig hierbei ist die richtige Beschriftung. Gib den Ordnern aussagekräftige Namen.

Fotos und Videos die zu keinem bestimmten Anlass gemacht worden sind (z.B. Tierfotos, Fotos von Landschaft oder Architektur, etc.) werden nach Thema sortiert.

Fotos und Videos sichern

Solltest du, so wie ich, sehr gerne Fotos machen, werden sich vermutlich bereits riesige Mengen angesammelt haben. Ausmisten ist zwar definitiv schon mal ein wichtiger Schritt, um sich von ein paar Fotos zu trennen und Platz zu schaffen, aber über Kurz oder Lang wird der Speicherplatz auf deinem PC oder Laptop trotzdem zu klein dafür sein.

Möglichkeiten der externen Speicherung:

1.) Festplatte

Ich sichere alle meine Fotos auf einer externen Festplatte. Mit dieser hier von Amazon bin ich sehr zufrieden, da sie kompakt, leicht mitzunehmen und vom Preis her wirklich angemessen ist. 1TB ist für mich mehr als nur ausreichend. Als Größe für eine externe Festplatte. In unserem Haushalt haben wir insgesamt 3 davon. Ich habe eine, mein Freund hat eine und dann haben wir noch eine, auf der wir noch einmal zusätzlich unsere beiden Festplatten gesichert haben. Da ich schon 2x (!) das grauenhafte Erlebnis hatte, das eine Festplatte zerstört wurde und alle Daten weg waren, gehe ich hier lieber auf Nummer sicher.

2.) Google Fotos

Ich liebe Google Fotos. Seit ein paar Monaten nutzen wir in meiner Familie Google Fotos (und mittlerweile auch in meinem engsten Freundeskreis) Google Fotos sehr intensiv, um all unsere Fotos miteinander zu teilen.

Von vorneherein hast du insgesamt 15GB Speicherplatz für Google Fotos + Google Drive. Wenn du jedoch die Möglichkeit auswählst deine Fotos nicht in Originalgröße hochzuladen, hast du unendlich viel Speicherplatz. Es ist also eine tolle Möglichkeit, deine Fotos noch zusätzlich zu sichern. Fotos in etwas verringerter Qualität (aber immer noch wirklich gut) zu haben ist besser als gar nicht, oder?

Abgesehen davon hast du hier auch die Möglichkeit Text zu dem Album hinzuzufügen und es so zu strukturieren, du kannst Fotos kommentieren und wirst benachrichtigt, wenn jemand etwas neues hochgeladen hat und du kannst manche Fotos supereinfach ein wenig nachbearbeiten und aufhübschen.

Natürlich kannst du auch den Speicherplatz ausnützen und deine Fotos in Originalgröße hochladen, wenn du möchtest. Durch ein Abo kannst du deinen Speicherplatz sogar noch vergrößern, wenn du das möchtest.

3) Dropbox

Früher habe ich Dropbox benutzt um mit meinen UnikollegInnen Notizen auszutauschen und uns die Arbeit an der Uni zu erleichtern. Jetzt benutze ich es nur mehr als zusätzlichen Speicher für Dokumente oder ähnliches. Am besten eignet sich die Dropbox daher meiner Meinung nach nur für den Austausch von Dateien, jedoch nicht unbedingt für die permanente Lagerung.

Da man von vorneherein „nur“ ca. 2 GB Speicherplatz zur Verfügung hat (man kann ihn durch ein paar kleine Dinge erweitern, wie zum Beispiel Freunde einladen, etc.), nutze ich Dropbox nur für Dokumente oder kleinere Dateien. Für meine Urlaubsfotos ist das viel zu wenig.

Natürlich kann man auch hier aufstocken, aber stattdessen benutze ich liebe meine externe Festplatte.

Eine Routine finden

Das wichtigste an der ganzen Sache: Versuche eine Routine zu finden. Selbst, wenn du noch nicht „hinterherkommst“ und noch keine Zeit hast, all deine Fotos, Videos und Musik zu sortieren, so versuche doch zuerst einmal irgendwo damit anzufangen und ab jetzt eine neue Routine zu haben.

Einmal im Monat speicherst du deine Fotos auf deinem PC und mistest sofort aus: Fotos löschen, umbenennen, bearbeiten und organisieren. Je öfter du das machst, desto weniger kommt dir die Arbeit vor und desto besser werden deine Dateien organisiert sein.

 

Das wichtigste noch einmal kurz und knapp

 

Sortiere deine Fotos, Videos und Musik auf deinem Laptop, PC und Co und bleib organisiert - so bringst du schnell und einfach Ordnung in dein Digitales Chaos #perksofbeingastudent→ Fotos ausmisten funktioniert am besten, wenn man sich die Zeit nimmt, ein Foto nach dem anderen anzusehen

→ Löschen kannst du meist sofort doppelte oder verschwommene Fotos, Fotos mit schlechter Qualität, WhatsApp Fotos, Fotos von deinem Essen oder dir beim Essen, Memes und andere Bilder, sowie Fotos die nur für den Moment gedacht waren

→ Nochmal überlegen ob du sie brauchst kannst du bei Fotos von Dokumenten (e.g. für die Uni, eingescannte Seiten, etc.)

→ Sortieren kannst du deine Fotos entweder nach Datum, Thema oder Projekt

→ Sichern solltest du deine Fotos zusätzlich auf einer externen Festplatte, Google Fotos oder einer anderen Speichermethode (Dropbox, iCloud, …)

→ Finde eine Routine und bleib dabei – organisiere deine Fotos, Videos und Musik regelmäßig, damit du keinen unorganisierten speicherplatz-fressenden Haufen ansammelst

 

 

 

 

 

Hast du vielleicht noch hilfreiche Tipps und Tricks fürs Ausmisten und Organisieren von Fotos, Videos und Musik? Dann hinterlass‘ doch einfach einen Kommentar.

Ich wünsch dir viel Spaß beim Digitalen Ausmisten! Alles Liebe und bis bald,

Irina

 

 

 

 


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