Bullet Journal – was ist das?

Bullet Journal – was ist das?

Vor einigen Monaten hab ich mal wieder Pinterest und Instagram unsicher gemacht und, wie durch ein Wunder, bei meiner Suche nach „Organisation“ und „Planen“ das Bullet Journal entdeckt.

Für alle, die noch nicht so genau wissen, was das eigentlich sein soll, hier mal eine kurze Einführung:

Das Bullet Journal kommt aus den USA und wurde von Ryder Caroll kreiert. Beim Bullet Journaling geht es darum das Leben mithilfe eines Notizbuches, Stifts und eines effektiven und gleichzeitig flexiblen Ordnungssystems, einfacher zu gestalten.

“Das Bullet Journaling ist ein analoges System, das dazu designt wurde, die Vergangenheit nachzuverfolgen, die Gegenwart zu organisieren und die Zukunft zu planen.” – Ryder Carroll, Bullet Journal

Der Erfinder selbst, ist auch derjenige, der in einem kurzen Video die wohl beste Einführung in die Benutzung eines Bullet Journals geben kann. Bevor ich euch also das Bullet Journal in 3 einfachen Schritten näher bringe, hier das Video von Ryder Caroll (natürlich auf Englisch).

Und? Haben sie dich auch schon gepackt? Die Neugier und der Wissensdurst?

Hier das ganze noch mal auf Deutsch, ein bisschen kompakter, und in 3 Schritte aufgeteilt:

In 3 Schritten zu deinem eigenen Bullet Journal - pinterest
In 3 Schritten zu deinem eigenen Bullet Journal

Ein Bullet Journal (oder Bujo, wie es auf Instagram und Co auch gerne genannt wird) kann ein Tagebuch sein, oder auch einfach eine Ansammlung an Listen und Kalendern oder was auch immer dir sonst noch einfällt. Das wichtigste dabei ist, dass das Bullet Journal sich deinen Bedürfnissen anpasst und nicht umgekehrt. Deine Möglichkeiten sind grenzenlos.

Bullet Journal – wie geht das?

Schritt 1: Besorg dir ein Notizbuch

Bullet Journal, Notizbuch, Leuchtturm1917

Generell ist es egal welches Notizbuch du hast, solange du damit zufrieden bist. Es muss nicht mal ein „Buch“ sein  – ein Heftchen oder ein Ringbuchplaner oder Filofax, tut’s natürlich auch. Als ich angefangen habe genügte mir so ein kleines Heft mit weißen Seiten ohne Linien, das ich noch von Volksschulzeiten übrig hatte, aber mit der Zeit entwickelte ich gewisse Wünsche und Ansprüche an mein nächstes Bullet Journal und besorgte mir ein Leuchtturm 1917. Wenn du wissen möchtest, welches das richtige Notizbuch für dich ist, dann schau doch hier vorbei: Notizbuch vs Notizbuch, die beliebtesten Notizbücher im Vergleich.

Schritt 2: Nimm dir einen Stift

Genauso wie beim Notizbuch, gilt auch hier: du musst mit deiner Stiftauswahl zufrieden sein – ob schwarz oder bunt, Filzstift oder Fineliner, Füllfeder oder Bleistift, alles kann das richtige für dich sein. Probiere zuerst ein bisschen herum. Ich habe meine derzeitigen Lieblingsstifte auch erst nach einigen Wochen herumprobieren gefunden.

Schritt 3: Die Seiten füllen

Bullet Journal Ideen - die erste Seite in deinem Bullet Journal mit Buntstiften und einem Mandala gestalten

Das klassische Bullet Journal, wie es von Ryder Carroll entwickelt wurde, basiert auf 4 grundlegenden Arten von Seiten (Inhaltsverzeichnis, Zukünftiges, Monatsplan, Tagesplan). Diese Arten von Seiten sollten in jedem Bullet Journal enthalten sein um das flexible System voll ausnutzen zu können.

1. Index page / Verzeichnis

Auf der ersten Seite legt man ein Register mit Seitenzahlen an (die man in jedem Notizbuch einfach händisch hinzufügen kann, falls nicht vorhanden) um somit später alle Einträge leichter finden zu können

minimalistisches Layout für das Bullet Journal Inhaltsverzeichnis
Beispiel für das Layout eines Inhaltsverzeichnisses

Das ist nur EIN Beispiel von tausenden über tausenden von Möglichkeiten wie du dein Inhaltsverzeichnis gestalten könntest. Für diesen Einführung, hab‘ ich mich auf minimalistische Designs beschränkt, um die generelle Funktionalität des Bullet Journals in den Vordergrund zu holen.

2. The future log / Zukünftige Ereignisse und Termine

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Plan für zukünftige Ereignisse, welche schon einige Monate im Voraus eingeplant werden müssen. Dinge, die man irgendwann in der ferneren Zukunft erledigen möchte, passen hier auch gut hinein.

plane zukünftige Ereignisse einfach mit diesem minimalistischen Bullet Journal Layout
Minimalistisches Layout für zukünftige Ereignisse

Eigentlich genügt es auf einer eigenen Seite (eventuell einer Doppelseite) die Namen der folgenden Monate aufzuschreiben und ein bisschen Abstand zu lassen um für alle Termine genügend Platz zu haben. Je nach der Größe deines Bullet Journals und je nachdem, wie weit du vorausplanen möchtest, würde ich daher mehr oder weniger Seiten verwenden um einen Gesamtüberblick über die nächsten paar Monate zu haben. Dieser Teil hilft dir dabei, all die Termine unterzubringen, die irgendwann in der Zukunft stattfinden werden.

3. The monthly log / Monatsübersicht

Ryder Caroll hält die Monatsübersicht sehr klassisch und minimalistisch. Eine Doppelseite, bei der man alle Tage des Monats untereinander aufschreibt, reicht, um eine gute Übersicht über alle Termine und Aufgaben zu erlangen.

Auf die linke Seite der Doppelseite kannst du das Monat hinschreiben und darunter solltest du Platz haben um alle Tage aufzuschreiben. Daneben kannst du schon mal die Termine eintragen, die du bereits weißt. Alle weiteren werden einfach bei Bedarf ergänzt.

Auf der rechten Seite der Doppelseite schlägt Ryder Caroll vor die wichtigsten Aufgaben aufzuschreiben. Diese Aufgaben sind nicht zeitlich an ein bestimmtes Datum gebunden, sondern sollten irgendwann im Laufe des Monats erledigt werden. Am Ende des Monats überprüfst du dann, ob du alle Aufgaben erledigt hast – wenn nicht, dann schreib sie wieder im nächsten Monat dazu, bis du sie geschafft hast.

eine klare und minimalistische Übersicht über dein Monat im Bullet Journal
Beispiel für eine minimalistische Monatsübersicht

Wenn du noch mehr Inspiration für mögliche Monatsübersichten haben möchtest, dann schau doch auf meinem Pinterest-Profil vorbei, dort findest du eine riesige Sammlung an Inspirationen. Oder wirf doch einen Blick in meine Galerie. Die Bilder werden laufend hinzugefügt und die Galerie wächst und wächst.

4. The daily log / Tagesübersicht

Anschließend an die Monatsübersicht hat man Platz für das Planen einzelner Tage. Einfach Datum aufschreiben und los geht‘s.

Am besten achtest du auch hier regelmäßig auf die Aufgaben, die du zur Monatsübersicht dazu geschrieben hast.  Ein tagtägliches Hin- und Herblättern zwischen Monats- und Tagesübersicht ist daher sehr zu empfehlen – nur dann vergisst man auch keine der Aufgaben und Termine.

Ein minimalistisches Layout für die Tagesübersicht deines Bullet Journals
Beispiel für eine mögliche minimalistische Tagesübersicht

Und ganz wichtig: wenn mal ein Tag ausgelassen wird – EGAL. Das Bullet Journal soll sich an dich anpassen und nicht umgekehrt. Es soll Stress den Gar ausmachen und nicht produzieren. Das Ziel ist es, das Leben zu organisieren und dadurch besser zu meistern. Manchmal gibt es eben Tage, da hat man nichts zu tun, und man hat sich eine Auszeit verdient, gerade dann kann man sein Bullet Journal auch mal ruhen lassen.

 

Der letzte wichtige Punkt beim klassischen Bullet Journal: die Legende

Zusammen mit den 4 essentiellen Elementen, ist die Legende ausschlaggebend für die flexible und effiziente Nutzung.

Wie du vielleicht in dem Beispiel für die Tagesübersicht gesehen hast, habe ich manchmal einen Kreis, manchmal einen Strich und manchmal nur einen Punkt vor bestimmten Ereignissen. Durch bestimmte Symbole können verschiedenste Arten von Terminen und Aufgaben unterschieden werden und das System perfekt ausgenutzt werden. Hier eine kleine Übersicht:

 

Legende für dein Bullet Journal, Tipps und Tricks zur Organisation
Legende für dein Bullet Journal mit den grundlegenden Arten von „bullets“

Und das war‘s dann auch schon. Ich selber passe die Legende gerne auf meine Bedürfnisse an. Oft kommt vielleicht noch ein ! dazu, wenn ich der Meinung bin, dass ich eine Aufgabe schon zu lange vor mich hingeschoben habe, manchmal streich ich eine Aufgabe auch gerne komplett durch oder male ein Kästchen an, wenn ich sie erledigt habe. Probier‘ doch einfach mal aus, was für dich am besten funktioniert.

Also nochmal kurz zusammengefasst – alles  was man für ein Bullet Journal braucht sind:

Ein Notizbuch und ein Stift

Also, worauf wartest du noch? Dein besser organisiertes Leben kann sofort beginnen.
Viel Spaß dabei =)

Hast du jetzt auch Lust bekommen, dein eigenes Bullet Journal anzulegen? Oder hast du vielleicht sogar schon eines, aber wusstest es noch nicht?
Bist du schon gespannt darauf, was das Bullet Journal sonst noch so kann? Hinterlass mir doch einen Kommentar und sag mir deine Meinung, ich würd‘ mich sehr darüber freuen.

 

Wenn dir dieser Beitrag jedoch noch nicht reicht, und du wissen möchtest was man mit einem Bullet Journal sonst noch alles machen kann, dann schau dir die detailliertere Einführung in die große bunte Welt des Bullet Journals an 😉

3 Schritte zu deinem eigenen Bullet Journal - Bullet Journal Einführung
in 3 Schritten zu deinem eigenen Bullet Journal

 

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